Sieben Tage, über 40 Grad. Und der Gedanke, der immer wieder auftaucht: Warum tue ich mir das eigentlich an?
Ich kenn das Gefühl, das viele von euch auch kennen. Dieser Punkt, an dem der Plan auf dem Papier super aussah und die Realität dann ganz anders schmeckt. Genau da war ich, als ich auf dem Rheinradweg unterwegs war. 730 Kilometer, von Krefeld runter bis nach Basel, mitten in der heißesten Woche des Jahres.
Ich hatte mir vorher genau überlegt, was ich mitnehme, wie ich mich verpflege, wo ich schlafe. Und trotzdem kam vieles anders als gedacht. Temperaturrekorde, schlechte Nächte im Zelt, ein Campingplatz, auf dem ich mich einfach nicht wohlgefühlt hab, Sonnenbrand, ein Hungerloch mitten in Frankreich. Aber eben auch diese Momente, in denen ich einfach nur gerollt bin und gedacht hab: geiler geht’s gerade nicht.
Vielleicht kennst du das von deinen eigenen langen Läufen oder Touren. Dieser Moment, in dem der Kopf sagt: Hör auf – und der Körper irgendwie trotzdem weitermacht. Wo du dir kleine Etappenziele baust, nur um durchzuhalten. Wo du am Ende gar nicht mehr genau weißt, ob du gerade das Beste oder das Verrückteste deines Lebens machst. Und wo dich am Ende trotzdem dieses Gefühl trägt, es einfach probiert zu haben.
Im Video zeig ich dir, wie sich das wirklich angefühlt hat. Nicht schöngeredet, nicht nachträglich cooler gemacht, als es war. Mit allem, was zu so einer Tour dazugehört: Zweifel, Erschöpfung, Hitzewahnsinn, aber auch dieser unfassbare Moment, wenn du ankommst und selbst kaum glauben kannst, was du gerade geschafft hast.
Wenn du wissen willst, ob ich den Rheinradweg wirklich komplett durchgezogen hab oder ob mich die Hitze am Ende doch noch ausgebremst hat, schau einfach rein. Ich nehm dich mit, Tag für Tag.



