Kennst du das? Du läufst los und irgendwo im Kopf sitzt diese Frage: Bin ich jetzt zu schnelloder vielleicht zu langsam? Und woran erkenne ich das eigentlich?
Puls oder Pace: zwei Wörter, die dir wahrscheinlich schon oft über den Weg gelaufen sind, ohne dass irgendwer dir mal richtig erklärt hat, was dahintersteckt. Dabei ist die Frage, welches Tempo beim Joggen eigentlich das Richtige ist, gar nicht so kompliziert, wie sie sich anfühlt. Sie wird nur meistens falsch gestellt. Denn es geht nicht darum, sich für die eine oder die andere Methode zu entscheiden und dann für immer dabei zu bleiben.
Ich hab lange gebraucht, bis ich das für mich sauber getrennt hatte. Am Anfang läufst du wahrscheinlich einfach drauflos und schaust hinterher auf die Uhr, wie schnell du warst. Macht Sinn, ist easy abzulesen, gibt dir sofort ein Ergebnis. Aber irgendwann merkst du: An manchen Tagen fühlt sich das gleiche Tempo völlig unterschiedlich an. Mal easy, mal wie Schwerstarbeit. Und genau da kommt der Puls ins Spiel. Der erzählt dir nämlich eine andere Geschichte. Eine, die mit reinnimmt, wie du geschlafen hast, wie das Wetter ist und wie gestresst du gerade bist.
Die spannende Erkenntnis ist: Du brauchst nicht beides gleichzeitig. Aber du brauchst beides im Werkzeugkasten. Für manche Läufe ist die eine Steuerungsgröße einfach die bessere Wahl, für andere Läufe die andere. Und sobald du verstehst, wann du auf was hörst, wird dein Training auf einmal viel klarer. Kein Rätselraten mehr, kein Bauchgefühl, das dich in die Irre führt.
Wenn du gerade dabei bist, dein Training bewusster zu steuern, statt einfach drauflos zu rennen, dann schau dir das Video an. Ich erkläre dir genau, wann Puls die bessere Kennzahl ist, wann Pace mehr Sinn macht – und warum die Antwort auf die Frage, welches Tempo beim Joggen für dich passt, am Ende ganz oft von der Trainingsform abhängt, die du gerade läufst.