Du läufst, die Uhr zeigt deine Pace an, und irgendwo im Hinterkopf fragst du dich: Sollte ich jetzt eigentlich auf den Puls schauen oder auf die Geschwindigkeit? Oder auf beides? Und was macht das überhaupt für einen Unterschied?
Gute Frage. Und keine, die sich in zwei Sätzen beantworten lässt. Ich bin gerade mitten in der Marathonvorbereitung und trainiere so strukturiert wie selten zuvor. Jeden Lauf. Jeden Kilometer. Das hat mich dazu gebracht, dieses Thema endlich mal richtig aufzudröseln, weil ich selbst gemerkt habe, wie viel es ausmacht, wenn man weiß, wann man nach Puls läuft und wann die Pace beim Joggen eigentlich die bessere Steuerungsgröße ist.
Spoiler: Es gibt keine Antwort, die für alle Situationen passt. Regenerationsläufe, lange Dauerläufe, Intervalle – das sind drei völlig unterschiedliche Welten, und du solltest sie auch unterschiedlich angehen.
Was mich an dem Thema ehrlich gesagt selbst überrascht hat: Ich kannte den Begriff Cardiac Drift bis vor Kurzem nicht. Das Phänomen schon. Den Namen nicht. Und als ich dann verstanden habe, warum der Puls bei gleichbleibendem Tempo nach oben geht, hat sich für mich einiges zusammengefügt. Kleiner Hinweis vorab: Es hat mit Flüssigkeit zu tun. Und mit dem, was dein Blut daraus macht.
Im Video zeige ich dir außerdem, wie du deine eigene maximale Herzfrequenz bestimmst, und zwar so, dass du wirklich mit dem Wert arbeiten kannst. Nicht mit einer Formel aus dem Internet, die dir sagt, du seist 220 minus dein Lebensalter. Das klingt praktisch, ist aber ziemlich ungenau.
Und weil Theorie allein nicht reicht, nehme ich dich direkt mit in die Einstellungen meiner Garmin, damit du siehst, wie du deine Trainingszonen konkret auf der Uhr hinterlegst und direkt loslegen kannst.
Wenn du also verstehen willst, wie pulsbasiertes Training und die richtige Pace beim Joggen zusammenhängen und wann du welche Größe nutzen solltest, dann schau rein.



