Manchmal fühlt sich Marathon laufen größer an als alles andere im Alltag. Nicht nur wegen der Kilometer. Sondern wegen dem, was es mit dir macht. Im Kopf. Im Bauch. Und zwischen Tür und Angel.
Ich stecke gerade mitten im Training (in Woche sieben). Und ich merke jeden Tag, dass Marathon laufen nicht einfach nur ein Haken im Kalender ist. Es verändert, wie ich plane. Wie ich esse. Wie ich denke. Sogar, wie ich zweifle.
Da sind diese Intervalle, bei denen plötzlich Emotionen hochkommen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Musik im Ohr. Kopfkino vom Wettkampftag. Und auf einmal fühlt sich alles gleichzeitig großartig und beängstigend an. Und irgendwo zwischen den eigenen Atemzügen fragst du dich, warum dich das so trifft.
Dann diese langen Läufe. Kilometer 25. Und der Kopf flüstert dir Dinge zu, die du nicht hören willst. Obwohl du Erfahrung hast. Obwohl du weißt, dass du gut trainierst. Zweifel kommen trotzdem. Und sie fühlen sich verdammt echt an.
Gleichzeitig gibt es diese Momente, in denen du merkst: Da passiert was. Gleiche Herzfrequenz. Schnellere Pace. Mehr Ruhe im Atem. Kleine Zeichen, dass dein Körper mitzieht. Dass das alles Sinn ergibt.
Aber es hört ja nicht bei den Läufen auf. Viel Essen. Viel Planung. Trainingstage verschieben, weil das Leben dazwischenfunkt. Geburtstage. Termine. Familie. Und plötzlich drehst du im Kopf deinen kompletten Wochenplan um, nur damit alles irgendwie passt. Marathon laufen heißt eben auch organisieren. Und manchmal improvisieren.
Und dann ist da noch die Monotonie. Immer wieder dieselben Strecken. Dieselben Schleifen. Dieselben Gedanken. Und trotzdem gehst du wieder los.
Ich nehme dich in diesem Video genau in diese Phase mit rein. In das, was zwischen Trainingsplan und Realität passiert. Zwischen Motivation und Müdigkeit. Zwischen Selbstvertrauen und Zweifel.
Wenn du gerade selbst an einem Ziel arbeitest – oder mit dem Gedanken spielst, irgendwann Marathon laufen zu wollen – dann wirst du dich da ziemlich sicher wiederfinden.



