Du gehst raus, obwohl das Wetter dagegen spricht. Und merkst unterwegs, dass genau das gerade zählt. Nicht perfekt. Sondern ehrlich.
Wenn du gerade selbst trainierst, kennst du dieses Gefühl ziemlich sicher. Du hast einen Plan. Du hast Motivation. Und trotzdem gibt es diese Tage, an denen du dich fragst, ob das alles gerade wirklich Sinn ergibt. Ob der Weg, den du eingeschlagen hast, der richtige ist. Genau in dieser Phase befinde ich mich gerade. Mitten in der Marathon Vorbereitung. Noch am Anfang. Noch mit frischem Kopf. Aber auch schon mit den ersten Reibungspunkten.
Ich wollte dieses Training nicht im stillen Kämmerlein durchziehen. Kein Hochglanz. Kein „alles läuft perfekt“. Sondern rausgehen, Mütze auf, Kamera in die Hand, Gedanken teilen. So, wie es gerade ist. Mit Momenten, die sich gut anfühlen. Und mit Einheiten, auf die man schon morgens keinen Bock hat. Gerade diese Mischung macht es spannend. Und genau die will ich festhalten.
Was mir wichtig ist: Ich laufe nicht, um irgendwem etwas zu beweisen. Ich laufe, weil ich Lust darauf habe. Weil Training ein Teil meines Alltags ist. Weil ich Fortschritt mag, aber nicht um jeden Preis. Und weil ich weiß, dass viele von euch genau da stehen. Zwischen Ambition und Alltag. Zwischen Ziel und Bauchgefühl.
In den ersten Wochen passiert mental oft mehr als körperlich. Man sortiert sich. Findet Routinen. Merkt, was trägt und was eher Kraft zieht. Manche Dinge fühlen sich überraschend leicht an. Andere schwerer als gedacht. Und genau darüber spreche ich. Nicht als Trainer, der alles im Griff hat. Sondern als jemand, der selbst mittendrin steckt.
Vielleicht bist du gerade selbst in einer Marathon Vorbereitung. Vielleicht spielst du mit dem Gedanken. Oder du bist einfach neugierig, wie sich diese ersten Wochen wirklich anfühlen, bevor alles richtig ernst wird. Dann klick dich rein. Nicht, um einen Plan zu kopieren. Sondern um ein Gefühl mitzunehmen. Für das, was kommt. Und für das, was bleiben sollte: die Freude am Laufen.



