Nach über drei Jahren habe ich mich dazu entschieden, wieder an einem offiziellen Laufwettkampf teilzunehmen. Und an diesem Spätsommertag im September ist so einiges passiert.
Es gibt diesen Moment direkt vor dem Start, wo man sich fragt, ob das alles eine gute Idee war. Zu viele Menschen, zu viel Lärm, zu viel Erwartung. Und gleichzeitig dieses leise Kribbeln, das man nirgendwo sonst so richtig hinkriegt.
Genau da war ich wieder. Zum ersten Mal seit langer Zeit stand ich bei einem Laufwettkampf an der Startlinie und hatte ehrlich gesagt keinen Plan, was mich erwartet. Nicht die Strecke, nicht meine Form, nicht mal meine Startnummer. Was dann passiert ist, war manchmal witzig, manchmal hart und an einer Stelle ziemlich unerwartet.
Der Tag fing harmlos an. 11 Stunden Schlaf, Kaffee, Frühstück. Alles nach Plan. Aber wer schon mal bei einem Laufevent gestartet ist, weiß: Sobald das Feld losläuft, fliegt der Plan manchmal einfach davon. Erste Kilometer viel zu schnell, erster Anstieg und direkt das Gefühl, der Berg lacht einen aus. Ich nenne mich nicht umsonst Flachlandrakete.
Was mich wirklich überrascht hat, war dieser psychologische Moment kurz vor dem Ziel. Du weißt, dass es nur noch ein paar Kilometer sind. Die Beine sind leer. Und trotzdem läuft da auf einmal was an. Schwer zu erklären. Aber es ist genau der Grund, warum man immer wieder an den Start geht.
Wenn du selbst gerade überlegst, ob so ein Laufwettkampf was für dich wäre, aber noch nicht sicher bist, ob du schon bereit dafür bist, dann schau dir das Video an. Nicht als Ratgeber. Einfach als ein echter Renntag, wie er wirklich war. Mit allem, was dazugehört.



